Fachkräfte für eine gute Zukunft

„Ob Energiewende, Wohnungsbau oder Pflege - ohne Fachkräfte geht es nicht. Gerade an einem Bildungs- und Wirtschaftsstandort wie Neumünster ist es deshalb von großer Bedeutung, dass sich die Akteure austauschen und gemeinsam Wege für die Zukunft finden“, leitete Kirsten Eickhoff-Weber das Fachgespräch zum Thema Fachkräftesicherung ein, dass am Montag, den 07. März stattfand.


Über 15 Fachleute waren der Einladung der Landtagsabgeordneten und Sprecherin für berufliche Bildung gefolgt, um sich untereinander und mit dem digital dazu geschalteten SPD-Spitzenkandidaten Thomas Losse-Müller über die Themen Fachkräfte der Zukunft, Berufliche Bildung und Hochschulanbindung zu auszutauschen.

Kirsten Eickhoff-Weber: Berufliche Hochschule für Neumünster

„Wir können es uns nicht leisten auch nur einen einzigen Menschen auf dem Schul- und Ausbildungsweg zu verlieren – weder in der Schule noch im Übergang von Schule und Beruf. Damit der Übergang gelingt brauchen wir eine ausgezeichnete schulische und berufliche Bildung und Ausbildung sowie eine individuelle und flexible Begleitung der jungen Menschen. In Neumünster haben z.B. zuletzt 16% aller Schüler*innen die Schule ohne Abschluss verlassen. Da können und müssen wir gemeinsam mehr tun! Entscheidend ist auch, dass wir Ausbildung und Studium immer als gleichwertige Wege in ein erfolgreiches Berufsleben erkennen. Deshalb wäre es klug und richtig, wenn Schleswig-Holstein endlich eine berufliche Hochschule wie in Hamburg bekommt. Neumünster ist dafür ein ausgezeichneter Standort, dafür setze ich mich ein“, machte Eickhoff-Weber gleich zu Beginn deutlich.

„Bei der Anwerbung von Fachkräften können wir in Schleswig-Holstein von der Lebensqualität hier und der Attraktivität als Zukunftsstandort im Klimaschutz profitieren! Und wir müssen alles tun, damit gerade Frauen als Fachkräfte alle Möglichkeiten haben. Gebührenfreie Kita und Ganztag in der Schule sind wichtige Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, ergänzte der SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller.

Tobias Bergmann: Gemeinsam wollen wir den Standort der beruflichen Bildung ausbauen

„Mit unseren drei Regionalen Berufsbildungszentren, den engagierten Ausbildungsbetrieben im Handwerk, der Industrie- und Handelskammer, dem Unternehmensverband, der Jugendberufsagentur und dem Landesamt für Zuwanderung ist Neumünster schon heute ein wichtiger Standort für die Fachkräftesicherung in Schleswig-Holstein. Gemeinsam wollen wir jetzt den Standort der beruflichen Bildung ausbauen. Da ziehen wir an einem Strang. Wir brauchen dafür die Unterstützung aus Land und Bund!“, verdeutlichte Oberbürgermeister Tobias Bergmann.

Thomas Losse-Müller: Neumünster muss strahlender Mittelpunkt Schleswig-Holsteins werden

„Neumünster ist für mich einer der spannendsten Orte im Land. Hier gibt es viel Geschichte aber natürlich auch viel Zukunft – direkt in der Mitte Schleswig-Holsteins! Ohne Neumünster wird kein Strategieplan fürs Land möglich sein. Wenn Bund, Land und Stadt zusammenarbeiten, wird Neumünster der strahlende Mittelpunkt Schleswig-Holsteins. Und das wird dem ganzen Land guttun. Eine Pflegehochschule kann hier ein erster Schritt sein. Die Frage ist, ob hier der Wettbewerb das beste Auswahlkriterium ist. Hier hätte die Landesregierung auch ein starkes Zeichen für den Standort Neumünster setzen können. Aber Jamaika hatte Neumünster nicht im Blick, hat den Standort bei der Landesentwicklung sträflich vernachlässigt. Das muss sich ändern. Dafür steht die SPD! “, so Losse-Müller abschließend.