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Politik und Kirche mittendrin

Veröffentlicht am 23.05.2018, 11:51 Uhr     Druckversion

Foto: Habersaat, Bohl

Martin Habersaat zu Besuch bei Propst Matthias Bohl:

 

„Kirche mittendrin“ – so steht es auf einem Transparent an der Hausfassade der Verwaltung des Kirchenkreises Hamburg-Ost in Hamburg. Und bunter als hier in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes in St. Georg könnte das Leben tatsächlich kaum sein. Hier hat Propst Matthias Bohl sein Büro und hier besuchte ihn jetzt der Landtagsabgeordnete Martin Habersaat zu einem Gedankenaustausch. Seit dieser Legislaturperiode ist Habersaat nämlich auch religionspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Mehrfach wurde in dem Gespräch deutlich, dass Kirche und Politik von denselben gesellschaftlichen Veränderungsprozessen betroffen sind und Antworten auf ähnliche Herausforderungen suchen. Die Zahl der ehrenamtlich Aktiven geht zurück, Strukturen sollen aber dauerhaft erhalten werden. Bohl: „Man muss demokratische Strukturen entwickeln, um sie zu erhalten.“ Nachdem die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er- und 1960er-Jahre bald in den Ruhestand gehen, wird es schwer, ausreichend Fachkräfte zu finden. Das gilt für Pastorinnen und Pastoren ebenso wie für Lehrerinnen und Lehrer.

„Die Arbeit der Kirche ist abhängig von ihren Mitgliedern, die Kirchensteuer zahlen. Geht es der Wirtschaft gut, hat auch die Kirche mehr Einnahmen, aber langfristig sinken die Zahlen der Kirchenmitglieder“, erläuterte Bohl. Langfristige Bindungen verändern sich und sind nicht mehr selbstverständlich – auch Parteien und Gewerkschaften können diese Entwicklungen beobachten. Martin Habersaat: „Gerade die SPD bekommt das dieser Tage zu spüren. Die Parteipräferenz wird nicht mehr mit der Muttermilch weitergeben.“ Weniger Aktive müssen stabile Netze aufrecht erhalten, neue Lösungen sind erforderlich.

Solche Lösungen lassen sich am Beispiel der Kirchengemeinde Barsbüttel betrachten, für die Martin Habersaat einst seinen Zivildienst absolvierte. Die Sozialstation Barsbüttel wird in die Trägerschaft der Vorwerker Diakonie überführt, die sich in Lübeck und Umgebung für Kinder und Jugendliche, Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen, Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen sowie Seniorinnen und Senioren engagiert und ein erfahrender, kirchennaher Träger ist.  Auch für die kirchliche Kindertagesstätte wurde eine neue Trägerschaft gewählt. Die Kirchengemeinde Barsbüttel wurde Mitglied im Kirchengemeindeverband der Kindertageseinrichtungen im Ev.-luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost, der inzwischen für 73 Einrichtungen zuständig ist, neben Barsbüttel beispielsweise auch in Hamburg, Glinde und Reinbek.

Habersaat: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist so ein Thema, das Politik und Kirche von verschiedenen Seite betrifft. Einerseits geht es um die Entwicklung von Angeboten in der Bildung und Betreuung von Kindern, andererseits geht es um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihr Leben anders gestalten wollen als vor 30 Jahren.“ Ein anderes dieser Themen und als Schwerpunkt für weitere Gespräche ins Auge gefasst ist das Leben in einer älter werdenden Gesellschaft und das Leben im Alter.

 

Foto: Martin Habersaat und Matthias Bohl.

Das Bild im Hintergrund stammt vom Atelier Lichtzeichen. Es gehört zum Verbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Zurzeit üben 20 Menschen mit Handicap hier eine künstlerische Tätigkeit aus.

http://www.atelier-lichtzeichen.de.

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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