Kontakt

Wahlkreisbüro

Großflecken 75

24534 Neumünster

Tel. 04321/92 98 39

Fax. 04321/92 98 31

kirsten@eickhoff-weber.de

 

kirsten@eickhoff-weber.de
Neugierig?

Jetzt Mitglied werden!

Stimme für Vernunft

Kirsten Eickhoff-Weber bei Facebook

Schleswig-Holstein ist im Bereich der Prävention gut aufgestellt

Veröffentlicht am 29.01.2018, 13:24 Uhr     Druckversion

Noch gibt es keinen Fall der Afrikanischen Schweinepest in Norddeutschland. Aber die Sorge vor der tödlichen Viruserkrankung wächst! Bereits in der Sitzung des Umwelt- und Agrarausschusses am 17.01. hatten wir das Thema auf der Tagesordnung. Und es ist mehr als wichtig, dass wir heute auch hier im Landtag darüber sprechen. So können auch wir einen Beitrag dazu leisten, dass das Thema in das öffentliche Bewusstsein kommt. Und insbesondere Reisende wissen, was sie tun müssen, damit sie das Virus nicht fahrlässig einschleppen. 

Und wir können, wir müssen auch helfen, immer wieder deutlich zu machen: diese Viruserkrankung ist für den Menschen und für alle anderen Haustiere ungefährlich!

Ich danke dem Minister und dem ganzen Haus ausdrücklich für das sehr entschiedene Engagement. Auf einem Krisengipfel, zu dem der Minister alle möglicherweise betroffenen Verbänden, Organisationen und Behörden eingeladen hatte, wurde ein Notfallplan besprochen.
So ist gewährleistet, dass im Falle eines Ausbruchs alle wissen was zu tun ist. Zahlreiche präventive Maßnahmen sind abgestimmt, für personelle Unterstützung ist gesorgt und die nötigen Erlasse und Verordnungen sind bereits verfasst oder auf dem Weg. Auch auf Bundesebene hat sich Schleswig-Holstein für mehr Prävention eingesetzt, die Abstimmungen mit den Nachbarländern sind eng. Das alles ist wichtig und wir können nur gemeinsam mit der Landwirtschaft wünschen, dass die vielfältigen Maßnahmen auch den erhofften Erfolg haben.

Denn mit dieser für alle Schweine fast immer tödlich verlaufenden Viruserkrankung droht der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein eine tiefgreifende Krise!

Rund 2.000 Schweinehaltungen mit insgesamt 1,5 Mio. Tieren gibt es in Schleswig-Holstein.
Dabei ist die Struktur vielfältig. Bei einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest ist mit Strukturbrüchen und ¬Verwerfungen in einem dramatischen Ausmaß zu rechnen. Dann werden wir spüren, wie viele Arbeitsplätze, wieviel Wertschöpfung in den Ländlichen Räumen an der Landwirtschaft hängen.

Ich möchte mich auf einige Aspekte konzentrieren: Auf der Grünen Woche hatte ich Gelegenheit mit Fachleuten über die AFP zu sprechen. Diese aggressive Krankheit kommt eigentlich aus dem südlichen Afrika. Die bisher unaufhaltbare Ausbreitung über Russland, Georgien und das Baltikum begann vor rund 10 Jahren. In den letzten Jahren kommt die Bedrohung Westeuropa immer näher. Und es ist wohl so, je weiter sich die Erkrankung gen Westen ausdehnt, umso intensiver wird die Forschung und Entwicklung von möglichen Impfstoffen und Medikamenten.
Mit anderen Worten, man hat der Seuche zu lange zugeschaut. Also muss jetzt dringend dafür gesorgt werden, dass die europäischen und nationalen Forschungseinrichtungen mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ausgestattet werden.

Die Landwirtschaft ist existenziell bedroht. Das wirkt sich auf die Betriebe, die Familien und die Mitarbeiter aus. Wir müssen dafür sorgen, dass die sozio-ökonomische Beratung der Landwirtschaftskammer darauf vorbereitet ist. Die Landwirte, die Schweine mit Auslauf und Weidehaltung halten, müssen auf dem Weg zu einer möglicherweise drohenden Voll- Stallhaltung begleitet werden. Es werden unter Umständen Maßnahmen zu ergreifen sein, die drastisch sind. Hier ist es wichtig, dass der Runde Tisch für Tierschutz in der Nutztierhaltung und der Vertrauensmann für Tierschutz in der Nutztierhaltung eingebunden werden. Und ein letztes, der viele Regen, das Wasser auf den Feldern hat dazu geführt, dass die Bauern die Herbstsaaten nicht ausbringen konnten. Nun darf es nicht dazu kommen, dass aus ackerbaulichen Gründen noch mehr Mais angebaut wird, in dem sich die Wildschweine vor der intensiven Bejagung verdrücken können. Hier muss die Landwirtschaft solidarisch sein und vielleicht können Landwirtschaftskammer und das Ministerium dabei unterstützen. Wir werden das Thema im Umwelt- und Agrarausschuss weiterhin beraten.